Wie sieht es mit der De-mi­ni­mis För­de­rung rund­erneu­er­ter Lkw-Rei­fen in 2017 aus? Die­se Fra­ge be­schäf­tig­te in den letz­ten Mo­na­ten den Bun­des­ver­band Rei­fen­han­del und Vul­ka­ni­seur­hand­werk e.V. (BRV) und die Rund­erneue­rungs­bran­che glei­cher­ma­ßen. Das The­ma wur­de in­ten­siv und heiß dis­ku­tiert. „Zu De-mi­ni­mis sieht es lei­der nicht gut aus”, teil­te BRV Ge­schäfts­füh­rer Hans-Jür­gen Drechs­ler noch im No­vem­ber mit. Doch wie heißt es so schön, die Hoff­nung stirbt zu­letzt. Die Rund­erneue­rungs­bran­che kann auf­at­men, denn nun steht fest: Eine um­fang­rei­che­re För­de­rung von rund­erneu­er­ten Lkw-Rei­fen für die För­der­pe­ri­ode 2017 ist durch­ge­setzt. Wie das im Ein­zel­nen aus­se­hen wird, lis­tet der BRV im nach­fol­gen­den auf.

Ab 2017 wer­den nach Punkt 1.3 der För­der­richt­li­nie – „Kauf, Mie­te und Lea­sing von zu­sätz­li­chen, über­ob­li­ga­to­ri­schen Si­cher­heits­ein­rich­tun­gen am Fahr­zeug“ ne­ben neu­en, ge­brauch­ten und rund­erneu­er­ten Lkw-Rei­fen mit M+S‑Kennzeichnung auf nicht an­ge­trie­be­nen Ach­sen (wie schon in 2016) jetzt auch neue, ge­brauch­te und rund­erneu­er­te Rei­fen mit M+S‑Kennzeichnung und dem Schnee­flo­cken­sym­bol (Alpin-Kennzeichnung/“3PMFS“) auf an­ge­trie­be­nen Ach­sen ge­för­dert. Dazu be­durf­te es kei­ner Änderung/Fortschreibung der För­der­richt­li­nie, da es sich hier um über­ob­li­ga­to­ri­sche Maß­nah­men han­delt, das BAG ist be­züg­lich der Um­set­zung dazu aber be­reits vom BMVI an­ge­wie­sen wor­den (Az. G 14/3153.1/5–02 vom 08.12.2016).

Ab 2017 wer­den nach Punkt 1.9 der För­der­richt­li­nie – „Kauf, Mie­te und Leasing/ Er­satz­be­schaf­fung von lärm-/ge­räusch­ar­men Rei­fen, roll­wi­der­stands­op­ti­mier­ten Rei­fen“ ne­ben neu­en und ge­brauch­ten Rei­fen hin­sicht­lich Ge­räusch und Roll­wi­der­stand nach Rei­fen­kenn­zeich­nungs­ver­ord­nung (wie schon 2016) jetzt auch rund­erneu­er­te Rei­fen, ohne dass die vor­ge­nann­ten Vor­ga­ben hin­sicht­lich Ge­räusch­ent­wick­lung und Roll­wi­der­stand gel­ten, per se als Um­welt­pro­duk­te mit 50 Prozent ge­för­dert . Dazu be­darf es ei­ner Änderung/Fortschreibung der För­der­richt­li­nie, die mitt­ler­wei­le eben­falls vom BMVI auf den Weg ge­bracht wur­de (Az. G 14/3153.1/5–02 vom 13.12.2016).

Au­ßer­dem weist der BRV dar­auf hin: Der ur­sprüng­lich zum Teil kom­mu­ni­zier­te Vor­schlag des BMVI zur Er­hö­hung der För­der­in­ten­si­tät für alle Maß­nah­men im Rah­men der De-mi­ni­mis-För­der­RL von 80  auf 90 Pro­zent fand nicht die not­wen­di­ge Zu­stim­mung der Res­sorts. Da­her bleibt Num­mer 5.1 Satz 2 der De-mi­ni­mis-För­der­RL un­ver­än­dert (80 Pro­zent). „Wir sind uns si­cher, dass da­mit nun­mehr die be­rech­tig­ten For­de­run­gen der Rund­erneue­rungs­be­trie­be, mit Neu­rei­fen gleich­ge­stellt zu wer­den, im We­sent­li­chen er­füllt be­zie­hungs­wei­se durch­ge­setzt wer­den konn­ten. Mehr kann man u. E. der­zeit für die Rund­erneue­rungs­bran­che nicht er­rei­chen. Wir dür­fen uns an die­ser Stel­le bei al­len, die dar­an mit be­tei­ligt wa­ren, be­dan­ken“, so BRV Ge­schäfts­füh­rer Hans-Jür­gen Drechs­ler, der sich maß­geb­lich für die För­de­rung rund­erneu­er­ter Lkw-Rei­fen in 2017 ein­ge­setzt hat.

Le­sen Sie ei­nen aus­führ­li­chen Hin­ter­grund­be­richt in der Ja­nu­ar-Aus­ga­be von Au­to­Rä­der­Rei­fen-Gum­mi­be­rei­fung.

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